Innovativ durch Coworking: Wie Coworking Spaces Innovation beflügeln

Coworking ist ein relativ junges Phänomen. Trotzdem verdichtet sich die Forschung (Fraunhofer IAO). Es zeigt sich, dass die Innovationsfähigkeit von Unternehmen steigt, wenn sie Coworking Spaces nutzen. 

 

Nutrion hat die jüngste Forschung zu Innovation und Coworking ausgewertet und fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen. Dabei berücksichtigten wir besonders die Faktoren, die sich in der praktischen Erfahrung bewährt haben. Nutrion betreibt in München drei Coworking Spaces. Ursprünglich stammt Nutrion aus den Beratungen von Start-ups und Unternehmensgründungen.

Coworking Spaces als dritter Ort, der Innovation und Umsetzung fördert

Coworking Spaces können mit dem soziologischen Modell des dritten Ortes beschrieben werden (Oldenburg). Demnach ist ein Coworking Space ein Ort, der sich vom privaten Heim (erster Ort), aber auch von der angestammten Arbeitsstelle (zweiter Ort) unterscheidet. Vielmehr ist ein Coworking Space als ein dritter Ort zu verstehen, an dem der Austausch zwischen Personen mit den unterschiedlichsten Hintergründen, Ausbildungen, Provisionen und Werten stattfinden kann. Dieser sogenannte dritte Ort ermöglicht gesellschaftliche Diskurse, Austausch und Inspiration über die üblichen Horizonte hinweg. Dritte Orte kultivieren soziales Kapital, schaffen Gemeinschaft und ermöglichen so gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt.

 

Vor diesem Hintergrund wird die Schlüsselrolle klar, die Coworking Spaces für Innovationen spielen können. Denn obgleich Kapital, Forschung und Entwicklung wichtige Faktoren für Innovationsfähigkeit sind, so muss sich Innovation in der gesellschaftlichen Realität bewähren. Innovationen müssen echte Nöte und Bedürfnisse adressieren. Innovationen müssen leicht zu begreifen und leicht zu kommunizieren sein. Kurz: Innovationsfähigkeit benötigt die Nähe zum gesellschaftlichen Leben.

 

Daher bieten Coworking Spaces nicht nur eine Testumgebung für Innovationen. Vielmehr schärfen Coworking Spaces das Bewusstsein für echte gesellschaftliche Nöte, Bedürfnisse und Potenziale. Coworking Spaces lassen sich insofern als ein gesellschaftlicher Radar auffassen, in dem Chancen und Potenziale frühzeitig erkannt werden.

Unternehmerisches Mindset, Effektivität und Umsetzung

Entsprechend beschreiben Bouncken und Reuschl die zentrale Eigenschaft von Coworking Spaces wie folgt. Coworking Spaces sind Orte, die innovatives und unternehmerisches Denken und Handeln antreiben: 

 

“According to Shane and Venkataraman (2000) entrepreneurial behavior refers to the recognition, seizing, and exploitation of opportunities that may lead to economic success. As coworking-users strive for independency, free collaboration, values like community, networks, and open-source projects (Lange 2011), they are prone of entrepreneurship (Gandini 2015) and can take advantage from the coworkingspace’s infrastructure and social space. Coworking through an inspiring work environment advances entrepreneurship.“ – Bouncken und Reuschl

 

Damit ist schon angedeutet, was Coworking Spaces von anderen dritten Orten unterscheidet. Im Gegensatz zu Cafés, Kirchen, Sportplätzen oder Bibliotheken sind Coworking Spaces dritte Orte für Unternehmer, Selbstständige und Projektentwickler. Unternehmertum, Projektmanagement und Geschäftsmodelle stehen im Mittelpunkt erfolgreicher Coworking Spaces. Kurz: Coworking Spaces fördern ein unternehmerisches Mindset.

Motivation des Teams und Unternehmensattraktivität

Die unternehmerische Grundausrichtung von Coworking Spaces kann Projektteams beflügeln und die Attraktivität des eigenen Unternehmens erhöhen. Unternehmen verbessern so ihr Image. Insbesondere selbstständig arbeitende Teams und Mitarbeiter finden in Coworking Spaces ein inspirierendes Umfeld. Selbstständigkeit, Ergebnisverantwortlichkeit und Selbstbestimmung motivieren. Laut dem Fraunhofer IAO schätzen Führungskräfte die temporäre Anmietung von Team- und Projektflächen in Coworking Spaces in dieser Hinsicht am meisten. 

Innovation, Innovationsfähigkeit und Produktentwicklung in Coworking Spaces

Um die oben skizzierte Innovationsfähigkeit durch Coworking Spaces empirisch zu überprüfen, hat das Fraunhofer IAO knapp 1.400 Führungskräfte befragt. Es zeigten sich folgende Ergebnisse:

  • 60 % der antwortenden Führungskräfte schätzen ihre Forschungs- und Entwicklungsintensität im Branchenvergleich als hoch oder sehr hoch ein.
  • 57 % der antwortenden Führungskräfte schätzen den Innovationsgrad ihrer Produkte und Dienstleistungen als hoch oder sehr hoch ein.
  • 40 % der antwortenden Führungskräfte schätzen den Innovationsgrad ihrer Kernprozesse als hoch oder sehr hoch ein.

Diese empirischen Ergebnisse belegen die Einschätzung, dass Coworking Spaces Innovationstreiber für Unternehmen sind. Insbesondere wurden folgende Faktoren identifiziert:  

  • Verkürzung der Projektzeiten
  • Kreativität und Ideenvielfalt
  • Verbesserung der Innovationsfähigkeit

Hervorzuheben ist, dass diese Aspekte der Innovationsfähigkeit insbesondere durch eine temporäre Anmietung von Coworking Spaces unterstützt wird, so die Studie des Fraunhofer IAO. Als Fazit lässt sich festhalten, dass sich die Frage, ob Coworking Spaces Innovationstreiber für Unternehmen sein können, wenigstens aus Sicht der befragten Unternehmen eindeutig mit Ja beantworten.

Risiken und der Schutz geistigen Eigentums in Coworking Spaces

Innovation braucht den Schutz geistigen Eigentums. Daher setzt Nutrion konsequent auf Datenschutz und eigene private Büros für jeden Mieter. Damit unterscheidet sich Nutrion von anderen Coworking Anbietern, in denen Großraumbüros und offene Bürolandschaften vorherrschen. 

 

Diese spezifische Ausrichtung ist insbesondere in der Wachstumsphase von Start-ups wichtig. Wenn es gilt, innovative Ideen in die Tat umzusetzen, ist ein konzentriertes und geschütztes Arbeiten besonders wichtig. Diese Erfahrung hat Nutrion bei der Beratung und Unterstützung von mehreren Hundert Start-ups gemacht. Die Umsetzung von Innovationen ist der entscheidende Schritt, der geistiges Eigentum in echte Werte transformiert.

Ausblick: Coworking und Innovation

Es lohnt sich, für Projektteams, Ventures und Start-ups auf Coworking Anbieter zurückzugreifen. Das zeigt sowohl die Befragung von Führungskräften durch das Fraunhofer IAO als auch die konzeptionelle Forschung. In der Praxis lassen sich vor allem vier maßgebliche Faktoren beobachten. Zu den harten Faktoren gehören die hohe Flexibilität und die Kostenkontrolle in Coworking Spaces. Zu den weichen Faktoren gehören die hohe Motivation des Teams sowie die Schaffung eines unternehmerischen Mindsets. Angesichts dieser vier Faktoren ist davon auszugehen, dass Coworking Spaces auch weiterhin die Innovationsfähigkeit von Unternehmen vorantreiben.

Quellen und weiterführende Links

Nutrion empfiehlt die folgenden Quellen. Die Verbindung aus Coworking und Innovation wird in diesen Untersuchungen klar veranschaulicht und belegt. 

 

Kontakt zu Nutrion

Überzeugen Sie sich selbst von unseren arbeitsorientierten Coworking Spaces in zentraler Lage in München. Damit wir Sie individuell beraten können, freuen wir uns über Ihre Terminanfrage. Ein Nutrion-Teammitglied erklärt Ihnen gerne alle Details zu den Büro- und den Konferenzbereichen.